Fast alle chemischen Elemente des Periodensystems stecken auch in uns Menschen.
Manche sind lebensnotwendig, manche entbehrlich. Magnesium ist ein essentieller Mineralstoff für uns. Ohne Magnesium wäre ein gesundes Leben nicht möglich. Es ist fundamental beteiligt an ca. 300 Stoffwechselfunktionen!
Magnesium ist wichtig für die Zellteilung, DNA Reparatur, Knochenaufbau, Nervenfunktionen, Muskulatur, Regulation der Herzfunktion und des Blutdrucks, Insulinsensivität und Glukosestoffwechsel.

Ein Mangel an Magnesium kann daher viele Erkrankungen auslösen. Viele Menschen leiden an Magnesiummangel,die meisten wissen es gar nicht, denn man hat nicht nur die bekannten Wadenkrämpfe.
Oft kann ein Mangel an Beschwerden, wie z.B. Depressionen, Menstruationsbeschwerden, Krämpfe, Muskelschwäche, Migräne, Schlafstörungen, Nervosität, Magen-/Darmprobleme, Lernschwächen, Bluthochdruck, Herz-/Kreislauferkrankungen, Reizbarkeit, chronische Schmerzen, Diabetes, Vitamin D- Mangel, Schwangerschaftsbeschwerden, beteiligt sein.

Magnesiumverbindungen

Elemente wie Magnesium suchen sich immer chemische Partner, mit denen sie eine Verbindung eingehen. Sie kommen also grundsätzlich nicht allein vor.
Wie gut eine Magnesiumverbindung wirken kann, hängt von vielen Faktoren ab.
Sind wir zum Beispiel schlecht mit Magnesium versorgt, steigt die Aufnahme im Darm. Auch die Bioverfügbarkeit der Magnesiumverbindungen spielt eine große Rolle.
Hemmstoffe in Nahrung, wie z.B. Kaffee, oder Wirkbeschleuniger, wie z.B. Vitamin D haben Einfluss auf Aufnahme und Wirkung.

Welche Verbindungen gibt es:
Wenn man Magnesium einnimmt, verspürt man nicht nur die Wirkung des Magnesiums, sondern auch immer die des Verbindungspartners.

1. Magnesiumcitrat (beste Bioverfügbarkeit, gegen Verstopfung)
Magnesiumcitrat besitzt die beste Bioverfügbarkeit. Es wird schnell resorbiert, aber auch schnell wieder ausgeschieden. Die Darmbewegung wird beschleunigt und der Stuhlgang gefördert. Eine Zuviel an Magnesiumcitrat führt leicht zum Durchfall.
Durch die kurze Verweildauer im Körper können die Speicherdepots in Knochen und Muskeln nicht effizient aufgefüllt werden.

2. Magnesium Carbonat (gegen Sodbrennen)
Magnesium Carbonat hat eine geringere Bioverfügbarkeit. Sie liegt bei ca. 30%. Es wird langsamer resorbiert und macht dadurch weniger Beschwerden im Darm. Erst in höheren Dosen wirkt es abführend.
Magnesium Carbonat besitzt eine säurehemmende Wirkung und reduziert damit Sodbrennen.
Eine gute Quelle für Magnesium Carbonat ist zum Beispiel Sango Meeres Koralle.

3. Magnesiumbisglycinat (besserer Schlaf)
Bei Magnesiumbisglycinat oder Magneiumglycinat ist das Magnesium an Glycin gebunden. Diese Aminosäure schützt die Schleimhäute von Magen und Darm vor Reizungen. Es ist daher besonders gut verträglich und verursacht keinen Durchfall. Es wird sehr gut resorbiert und ist für den Körper die beste Möglichkeit, Mangelzustände auszugleichen. Glycin wirkt außerdem beruhigend und entspannend. Es verbessert somit den Schlaf.

4. Magnesium Orotat
Magnesium Orotat hat eine sehr gute Wirkung auf das Herz-Kreislauf-System. Es wird oft als Herz-Kreislauf-Mittel verordnet.

5. Magnesiumsulfat (Abführmittel)
Magnesiumsulfat, auch Bittersalz oder Epsom-Salz genannt, ist ein starkes Abführmittel. Es wird eher bei Fastenkuren empfohlen und ist nicht als tägliche Nahrungsergänzung geeignet.

6. Magnesiumoxid
Magnesiumoxid weist keine abführende Wirkung auf und stellt bei Reizdarmsyndrom oder empfindlichen Personen eine gute Alternative zur täglichen Magnesiumversorgung dar.

7. Magnesium Malat
Malate sind die Salze der Apfelsäure. Diese Verbindung ist sehr gut löslich und hat eine große Bioverfügbarkeit. Magnesium Malat regelt die Energieproduktion in den Zellen. Es bekämpft Müdigkeit und Schmerzen und ist daher eine gute Möglichkeit für Menschen, die erschöpft sind. Auch bei Fibromyalgie soll Magnesium Malat eine Verbesserung der Probleme bewirken.